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Eidgenössisches Turnfest - Der Turnverein im Einsatz

05.08.2019 11:02:28

Der Turnverein klassierte sich dank einer guten und soliden Leistung im Mittelfeld der Rangliste und die Kugelstösser konnten den internen Wettkampf gegen die Weitspringer, nach der herben Niederlage an der RMS, wieder für sich entscheiden.

Nachdem bereits 12 Turner am vorherigen Wochenende das Korbballturnier anlässlich des Eidgenössischen Turnfests in Aarau bestritten, war am 22. Juni 2019 der Vereinswettkampf an der Reihe. Unsere Startzeiten mit Beginn um die Mittagszeit erlaubten es uns, dass wir uns erst um 8.45 Uhr in Diessenhofen besammelten. Das Wetter präsentierte sich gar nicht Turnfest-Like. Rund 18 Grad und leichter Nieselregen. Der Weg nach Aarau war vom Vorwochenende her bekannt und so trafen wir kurz vor 11.00 Uhr in Aarau ein. Die Stimmung am Bahnhof war schon wieder grossartig. So viele Turnerinnen und Turner, einfach fantastisch! Wir begaben uns zu Fuss zum Wettkampfplatz Schachen. Nichts konnte uns stoppen, auch nicht der meilenweite Festumzug, den wir zur grossen Freude der ambitionierten Zuschauer leichtfüssig im Einzelsprung durchquerten. Auf dem Festgelände suchten wir uns zuerst ein gutes Plätzli. Die Plätzlisuche erfolgte speditiv. Kein Vergleich zu früheren Jahren! Während des Einlaufens gesellte sich unsere Fan-Gemeinschaft der Damenriege zu uns. Der dreiteilige Wettkampf konnte nun beginnen. Wir hatten uns bereits im letzten Herbst für folgende Disziplinen entschieden: Den ersten Wettkampfteil bestritten wir mit dem Fachtest Allround, beim zweiten traten fünf Kugelstösser und (gegen) vier Weitspringer an und im dritten und letzten Teil machten sich sechs Weitwerfer auf den Weg zu Bestleistungen.

 

Der Wettkampf im Fachtest Allround konnte nun beginnen. An den Regionalmeisterschaften in Trüllikon konnten wir als ETF-Vorbereitung den Fachtest Allround bereits unter Wettkampfbedingungen bestreiten. Dies mit – sehr wohlwollend ausgedrückt - überschaubarem Erfolg. Daher wurde die verbleibende Zeit bis zum Eidgenössischen vom Leiterteam genutzt, um der Kondition und Balltechnik den letzten Schliff zu geben. In der ersten Aufgabe starteten 15 Turner jeweils in Dreiergruppen. Die erste Gruppe fand sich gut zurecht, konnte mit 117 Punkten locker eine Note 10 verbuchen. Die zweite Gruppe mit einem Median-Alter von 35 Jahren und einem durchschnittlichen Körpergewicht von 95 kg legte noch eine Schippe drauf: 126 Punkte, absoluter Vereinsrekord! Nun genug der detaillierten Ausführung. Die weiteren drei Gruppen erzielten ebenfalls gute Resultate. Der Start war geglückt. Die zweite Aufgabe des Fachtests verlief ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Es resultierte eine Note im ersten Wettkampfteil von guten 8.40 Punkten.

 

Der zweite Wettkampfteil bestritten die Kugelstösser und Weitspringer. Die Anlagen präsentierten sich gut. Traditionsgemäss gibt es einen internen Wettkampf zwischen den Kugelstössern und Weitspringern. Die Teilgruppe mit der besseren Note wird von der Unterlegenen zum ersten Bier eingeladen. Nach der herben Niederlage der Stösser in Trüllikon wurde die Hierarchie wieder zurechtgerückt. Die Kugelstösser erreichten mit 8.12 Punkten das bessere Resultat als die Weitspringer (7.71 Punkte). Dabei stachen Tobi im Kugelstossen mit 13.20 m und Rocco im Weitsprung mit 5.35 m heraus.

 

Nach einer zweistündigen Pause mit Kartenspiel, Musik, Nickerchen aber auch viel Gelächter absolvierten sechs Weitwerfer den letzten Wettkampf. Die Durchschnittsweite von 52 m konnte sich soweit sehen lassen. Nach dem knapp verpassten internen Sieg im Kugelstossen, konnte sich Levi mit 62 m die herausragende Bestweite sichern. Sportlich war das Turnfest nun zu Ende. Mit einer Punktzahl von 24.45 konnten wir uns exakt in der Mitte des Klassements positionieren. Die Ziele wurden soweit erfüllt und wir machten uns mehrheitlich sehr zufrieden zur Aare auf. Warum Aare? Es standen lediglich Duschgelegenheiten an den Übernachtungsstandorten zur Verfügung und so musste die Aare für die Körperhygiene herhalten. Nun waren wir bereit für das Fest! Irre viele Leute, ausgelassene Stimmung und regenlose Stunden. Es war einfach gigantisch! Einige zog es schon vor Mitternacht ins Bett, andere begaben sich erst zur Frühstückszeit in die Unterkunft. Für alle aber galt es, die wenigen Stunden für die Regeneration zu nutzen. Am nächsten Morgen, pünktlich um halb neun Uhr wurden alle geweckt. Wir machten uns wieder von Unterentfelden – unserem Übernachtungsstandort – mit dem Zug auf zum Festgelände. Der Sonntag auf dem ETF-Areal war perfekt. Hervorragendes Wetter und ein kühles Swizly verhalfen allen wieder auf die Beine. Am späteren Nachmittag machten wir uns von Aarau her zurück in die Heimat. In Basadingen fand ja ab 18.00 Uhr der Dorfempfang statt. Mit einem Gepäckstück zu viel und einem Mann ohne Shirt zu wenig ging es dann nach Hause. Die Zugfahrt war auch schon langweiliger, insbesondere die Strecke von Aarau nach Zürich hatte es in sich. Am Dorfumgang wurden wir von vielen Leuten herzlich empfangen. Das Eidgenössische Turnfestwochenende wurde in einem würdigen Rahmen abgerundet. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste nationale Turnfest im Jahr 2025 in Lausanne!

 

Für den Turnverein
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