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TV: Bericht der Turnfahrt

27.10.2013 13:28:02

Das Bettagswochenende gehörte traditionellerweise den turnenden Vereinen für ihre Vereinsausflüge. Dieses Datum nutzt der TVB noch immer um die berühmt berüchtigten Turnfahrten abzuhalten.

 

So auch an diesem 15. und 16. September 2013. Wie immer sollte dieser Ausflug mit dem ersten Zug ab Diessenhofen starten. Der Lutzstart bei Gregi nutzten nur einige hartgesottene Teilnehmer (total zwei Stück). Unter ihnen auch der Schreibende. In Diessenhofen erfolgte das Aufwärmen mit Hopfentee und schon bald war die Stimmung mit feucht fröhlichen Sprüchen, Liedern und anderen intellektuellen Äusserungen gespickt, am steigen. Gut informiert (bis auf ein paar wenige Geheimnisse) waren die 17 Jungs gut ausgerüstet, um die kommenden Fussmärsche und anderes zu bewältigen.

 

Via Schaffhausen, Zürich, Luzern war die eisenbähnliche Reise in Engelberg erstmals zu Ende. Mit „hopp hopp“ zum Bus und weiter geht die Fahrt, doch halt, nach zehn Minuten waren wir wieder am gleichen Ort, kamen wir bei der Fürenalpbahn zur schwebebähnlichen Weiterfahrt auf die Fürenalp. Ein frühes Älplermagronen-Mittagessen  stärkte die einen und half den anderen auf die Sprünge, um den ersten Wander-Marsch unter die Füsse zu nehmen. „Nämed nid zvill zum suffe mit, es hät es paar Beizli underwägs“, so die Worte des Wander-führers-GI Johns Gregi. Doch wir wurden eines besseren belehrt. Der erste mögliche Pitstop wurde einfach so links beziehungsweise rechts liegengelassen, der zweite hatte geschlossen! Warum? Weiss eigentlich keiner so genau. Bei heissen Temperaturen gings zur Blackenalp und anschliessend folgte der trockene Bergstreckenteil, der auf dem 2288 m hohen Surenenpass gipfelte. Von einem sehr tief fliegenden Adler beobachtet, futterte die muntere Wanderschar ihr Vesper. Danach gings bergab Richtung Brüsti oberhalb Attinghausen. Nach einem erfolgreichen Wanderwegbegiessen startet der zweite bergbähnliche Wegteil hinunter nach Attinghausen.

 

 

Im Restaurant Krone wurden wir bereits erwartet um uns die Unterkunft zu zeigen. Der Massenschlag unterm Dach war gut, noch besser der Pool draussen, den einige, trotz frostig werdender Wassertemperatur, genossen. Der Tischgrill zum z’Nacht war in Grösse und Art genau richtig um für die anschliessenden Abendstunden gerüstet zu sein. Mit Jassen und Weiterem verflogen die restlichen Stunden bis zur Bettruhe im Nu.

 

0730 war für das sonntägliche Frühstück eine wahrhaft christliche Zeit. Gestärkt folgte die muntere Truppe dem umherirrenden Kolonnenführer, der den vermeindlich richtigen Weg entlang der Autobahn doch noch fand. Bis zur Einmündung der Reuss in den Vierwaldstättersee war sie unser ständiger Begleiter. Ein weiteres Phänomen war nun ebenfalls unser ständiger Begleiter, grösser werdende Blasen an den verschiedenen Stellen des menschlichen unteren Gehwerkes. Nach einem medizinischen Interventions-Check wurde nicht nur bei Polo, sondern auch bei Mikael die bergwärts-marschierende-Untauglichkeit festgestellt. Dieser kehrte nach einhundert Metern der Wandergruppe den Rücken und folgte Polo im Schiff aufs Rütli. Die anderen stiegen die unzähligen Tritte (Zitat Wanderführer) bis nach Seelisberg empor. Mit stolzer Brust wurde die Geburtstätte der Schweiz betreten und begossen. Mit dem Schiff gings weiter nach Brunnen um mit dem Zug nach Mettmenstetten zu gelangen um dort unser geheimes Geheimnis zu lüften.

Irrenderweise marschierten wir durch die Quartiere um bei Koni Schönbächler baden zu gehen. Dieser hatte nach seinem Olympiasieg in der Disziplin Skiakrobatik, in den 90er  Jahren ein Sommertrainingscenter für eben diese Sportart gebaut, das nun auch für Landratten und andere Nationalteams offen ist. Was war für uns zu tun? Nach kurzer Einweisung fassten wir Neoprenanzüge und Helme und durften uns rutschenderweise von der Rampe über die Schanze ins Wasser schlittern lassen. Eineinhalb Stunden frönten wir dem gemeinsamen Downhill-Water-Diving, während die Russen nebenan unter gestrenger Führung ihre Sprünge immer und immer wieder übten. Blessuren waren im Programm inbegriffen und so wussten alle vieles zu erzählen. Einigermassen trocken verliessen wir das Übungsgelände um den letzten Teil der Turnfahrt wieder eisenbähnlich zu absolvieren. Ohne Zwischenfälle erreichten wir unsere Heimat, um zur vorgerückten Stunde unseren Organisator Gregi Itel mit bestem Dank, und uns gegenseitig, zu verabschieden.

 

Für den Turnverein

Daniel Schmid

 

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